Wahlzyklusmodell

Das Wahlzyklusmodell, entwickelt von Helmut Norpoth, ist ein Zeitreihenmodell, welches den Wahlausgang auf Basis der Ergebnisse vorangegangener Wahlen prognostiziert. Die auf Basis aller Wahlen von 1928 bis 2012 geschätzte Modellgleichung lautet:

V = 49.2 + 0.525 Vt-1 – 0.474 Vt-2

Dabei beschreibt V den Zweiparteien-Stimmenanteil der amtsinhabenden Partei, Vt-1 deren Stimmenanteil in der letzten Wahl, und Vt-2 den Stimmenanteil in der vorletzten Wahl.

Das Modell beschreibt folgendes Muster in U.S. Präsidentschaftswahlen:

  • Es existiert ein Boom-Bust Zyklus für die amtsinhabende Partei
  • Die Zyklen sind jedoch unregelmäßig in ihrer Länge und Stärke
  • Die durschnittliche Zykluslänge ist 5.2 Amtsperioden.
  • Die amtsinhabende Partei regiert durchschnittlich für 2.6 Amtperioden.

Für die 2016er Wahl prognostiziert das Wahlzyklusmodell einen Zweiparteien-Stimmenanteil von 48,6% für die Demokraten und 51,4% für die Republikaner.

Reference

Norpoth, Helmut (2014). The electoral cycle. PS: Political Science & Politics, 47(2), 332-335.