PollyVote ist zurück für die Bundestagswahl 2017

Etwas mehr als ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl veröffentlicht PollyVote die erste Prognose auf der deutschen Projektwebseite. Dabei kommt das gleiche Verfahren der Kombination von Vorhersagen innerhalb und über verschiedener Prognosemethoden, das sich für U.S. Präsidentschaftswahlen seit 2004, sowie für die Bundestagswahl 2013 bewährt hat.

Die Kombination der Prognosen erfolgt dabei durch Berechnung des einfachen Mittelwerts über Vorhersagen von vier Komponentenmethoden: Umfragen, Prognosemärkte, Experteneinschätzungen und quantitative Modelle.

In der aktuellen Prognose ist die Union mit 33,0% stärkste Partei und liegt knapp drei Punkte vor der SPD (30,1%). Drittstärkste Kraft ist die AfD (9,8%), gefolgt von den Linken (8,0%) und den Grünen (7,7%). Mit aktuell prognostizierten 6,5% steht die FDP vor einer Rückkehr in den Bundestag.

Die PollyVote-Prognose aktualisiert sich wann immer neue Daten zur Verfügung stehen.

Finale Prognose: Clinton gewinnt

Alle Daten sind gesammelt und aggregiert. Darauf aufbauend prognostiziert PollyVote, dass Hillary Clinton die erste Frau im Amt als Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika sein wird.

Prognostizierte Stimmenanteile und Wahlsieger je Bundesstaat

Clinton wird beim nationalen Zwei-Parteien-Stimmenanteil 5.0 Prozentpunkte vor Trump liegen (52.5% vs. 47.5%). Mit Blick auf die historische Irrtumswahrscheinlichkeit von PollyVote liegt Clintons Gewinnchance damit bei mehr als 99 Prozent. Bei den Wahlmännern in den Bundesstaaten prognostiziert PollyVote für Hillary Clinton insgesamt 323 Wahlmänner (vs. 215 für Trump).

Prognose im Zeitverlauf

Vorhersagen sind nur dann von Nutzen, wenn sie zu einer Entscheidungsfindung beitragen. Finale Prognosen am Wahltag selbst haben daher eher Unterhaltungswert.

PollyVote prognostiziert einen Sieg Clintons bereits seit Beginn der Prognose Anfang Januar 2016. Seit dem „Super Tuesday“, also jenem Dienstag am 1. März 2016, an dem zunehmend klar wurde, dass Donald Trump der Kandidat der Republikaner sein wird, liegt Clintons Vorsprung in der PollyVote-Prognose im Mittel bei 5.6 Prozentpunkten. Über den gesamten Wahlkampf hinweg rangiert die Prognosedifferenz zwischen den Kandidaten zwischen 3.8 und 8.2 Prozentpunkten. Mit anderen Worten: PollyVote zufolge war Trump zu keinem Zeitpunkt einem Sieg nahe.

Seit 2004, dem Gründungsjahr von PollyVote, sagte die Prognose zu jedem Zeitpunkt den Gewinner immer korrekt vorher. Diese Genauigkeit traf auch Monate im Vorfeld der Wahlen zu, jeweils mit äußerst geringem Prognosefehler. In der Nacht auf Mittwoch wird sich zeigen, ob PollyVote auch dieses Mal diese weiße Weste behalten kann. In den nächsten Tagen werden wir an dieser Stelle Analysen der Prognosen veröffentlichen.